Qual der Wahl: DSLR-Kamera oder Systemkamera?

Systemkameras sind der neue Trend in der digitalen Fotografie.

Sie sind klein, leicht und bieten einige Vorteile gegenüber einem anderen gängigen Kameratyp, den digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR-Kameras).

Sony Alpha 6000 Systemkamera

Professionelle Fotografen haben sich bislang immer für DSLRs entschieden, aber spiegellose Systemkameras machen es sowohl erfahrenen als auch unerfahrenen Fotografen einfacher denn je, interessante Aufnahmen zu machen.

Schauen wir uns einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen spiegellosen Systemkameras und DSLRs sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Kamerasysteme an.

Was ist genau eine Systemkamera?


Eine kompakte Systemkamera ist eine High-End-Digitalkamera mit abnehmbaren, austauschbaren Objektiven. Bei spiegellosen Systemkameras fällt das vom Motiv reflektierte Licht durch die verwendete Linse direkt auf den digitalen Sensor.

Ein spiegelloses Kameragehäuse ist schlank und leicht und verfügt über ein digitales Display anstelle eines herkömmlichen optischen Suchers.

Zu den Komponenten einer Systemkamera gehören:

  • Das Objektiv
  • Der Verschluss
  • Der Bildsensor
  • Die Digitalanzeige

Beliebte Modelle bei Einsteigern sind laut Vergleichsportal idealo derzeit Sonys Alpha 6000, Alpha 6300 und die Canon EOS M100.

Was ist eine DSLR?

Spiegelreflexkamera
Eine DSLR oder Digital Single Lens Reflex Camera ist eine Digitalkamera mit einem abnehmbaren Objektiv und einem Spiegelprisma.

Das Licht gelangt vom Reflexspiegel entweder auf den Sensor oder den optischen Sucher (der das Bild anzeigt).

Aufgrund der komplexen internen Mechanik ist ein DSLR-Kameragehäuse typischerweise größer und schwerer als das einer Systemkamera.

Zu den Komponenten einer DSLR-Kamera gehören:

  • Das Objektiv
  • Der Reflexspiegel
  • Das Pentaprisma
  • Der Verschluss
  • Der Bildsensor
  • Kondensorlinse
  • Ein Display
  • Der optische Sucher

Die Komponenten wie Kondensorlinse und Pentaprisma lenken das Licht durch die Kamera und bilden das Motiv auf dem Bildsensor ab. Diese Komponenten sind für DSLRs unerlässlich, um ein vollständiges Bild aufzunehmen.

Beliebte Modelle bei Einsteigern sind laut Vergleichsportal idealo derzeit die Canon EOS 2000D sowie von Nikons D5600 und D3500.

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen Systemkameras und DSLR-Kameras?

Systemkameras und DSLR-Kameras bieten Bildqualität und Anpassungsoptionen, die kleineren Point-and-Shoot-Kameras deutlich überlegen sind.

Sowohl Systemkameras als auch DSLR-Kameras sind Kameras mit Wechselobjektiven, was bedeutet, dass ihre Objektive getauscht und an die Bedürfnisse des Fotografen angepasst werden können.

Objektive für Systemkameras und DSLR-Objektive sind in einer Vielzahl von verschiedenen Brennweiten erhältlich, die dem Fotografen Flexibilität bei der Aufnahme von Motiven im Nah- und Fernbereich ermöglichen (Weitwinkel, Normal und Tele).

Was sind die Unterschiede zwischen Systemkameras und DSLR-Kameras?

Bei der Investition in eine High-End-Kamera sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Sowohl Systemkameras als auch DSLRs haben ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile. Hier sind die typischen Unterschiede zwischen Systemkameras und DSLRs:

    • Kosten

      Die DSLR-Kameratechnologie ist gut etabliert und wird von Drittanbietern umfassend unterstützt, was zu mehr Auswahl und niedrigeren Preisen führt.
      Die DSLR-Kosten reichen von nur 150 Euro für die billigsten Modelle bis hin zu Tausenden für die teuersten.

      Im Gegensatz dazu sind Systemkameras eine neuere und weniger verbreitete Technologie mit weniger Auswahl an Objektiven und Zubehör.

      Die Preise für Systemkameras starten bei etwa 200 Euro, High-End-Modelle können allerdings auch bei mehreren Tausend Euro liegen.
      Die Kosten für Systemkameras sinken jedoch stetig, da die Technologie und Qualität der DSLRs schnell einholt wird.

Größe

Aufgrund ihres Spiegelsystems sind DSLRs relativ groß und schwer und reichen von etwa 700 Gramm bis über ein Kilogramm. Systemkameras hingegen sind leichtere und kompaktere Kameras, von denen viele weniger als 500 Gramm wiegen.

  • Bildqualität

    Die DSLR-Bildqualität hängt von der Sensorgröße ab, wobei größere Sensoren eine höhere Auflösung und Bildqualität bieten. Zu den gebräuchlicheren Formaten für die DSLR-Sensorgröße gehören:

    – Vollformat: Dies ist das Standard-35-mm-„Filmformat“.
    – APS-C: Ein Sensor, der etwa 40 % des Vollbilds rendert.
    – Four-Thirds-System: Dieser von Olympus und Eastman Kodak entwickelte kleinere DSLR-Sensor bildet 26 % des Vollbilds ab.

    Sowohl Vollformat- als auch Kompaktsensoren sind in Systemkameras erhältlich, aber spiegellose Vollformat-Kameras kosten normalerweise mehr. Entscheiden man sich für einen kompakteren Sensor, muss man, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, mit Qualitätseinbußen bei den Aufnahmen rechnen

  • Autofokus

    DSLR-Kameras verwenden eine Technologie namens Phasenerkennung, die die Konvergenz zweier Lichtstrahlen misst, um ihre Autofokussysteme zu steuern.

    Die Phasenerkennung ermöglicht eine blitzschnelle Autofokus-Funktion, die für die Aufnahme von Sportereignissen und anderen sich schnell bewegenden Motiven unerlässlich ist.

    Systemkameras verlassen sich in der Regel auf die Autofokus-Technologie mit langsamerer Kontrasterkennung – aber sie fangen an, auch in diesem Bereich technologisch aufzuholen.

  • Aufnahmegeschwindigkeit

    Spiegelreflexkameras können genau wie Systemkameras Aufnahmen mit sehr kurzen Belichtungszeiten realisieren, jedoch ermöglicht der einfachere Aufbau der Mechanik einer Systemkameras kürzere Verschlusszeiten, als dies bei den meisten DSLRs der Fall ist, besonders dann, wenn es um Serienaufnahmen geht.

  • Sucher

    Digitale Spiegelreflexkameras haben einen separaten optischen Sucher, durch den der Fotograf das Motiv anvisiert.

    Der Fotograf nimmt die Abbildung so wahr, wie sie durch das Objektiv auf den Bildsensor projiziert wird. Das heißt, dass der Benutzer einer DSLR-Kamera eine Aufnahme machen und sie anschließend auf korrekte Belichtung prüfen muss.

    Der elektronische Sucher (EVF) einer spiegellosen Kamera bietet den Komfort, das Foto auf einem LCD-Bildschirm zu sehen, bevor man auf den Auslöser drückt.

    Die Qualität der EVF-Vorschau nimmt jedoch bei schlechten Lichtverhältnissen tendenziell ab. Einige DSLRs können den Komfort einer spiegellosen Kamera mit dem „Live-View“-Modus nachahmen, der den Spiegel anhebt, um eine Live-Vorschau des Fotos anzuzeigen. Allerdings fokussieren billigere DSLRs in diesem Modus nur sehr langsam.

  • Akkulaufzeit

    Aufgrund ihres elektronischen Suchers und des kleineren Kameragehäuses haben Systemkameras in der Regel eine kürzere Akkulaufzeit als DSLR-Kameras, die ohne elektronischen Bildschirm oder Sucher aufnehmen können. Da ein elektronisches Display immer einen hohen Stromverbrauch hat (dies kennt man auch vom Smartphone), können sich die Akkulaufzeiten teilweise erheblich verkürzen.

 

Für welchen Kameratyp soll man sich entscheiden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer gerne tiefer in die Technik einer Kamera einsteigen und flexibel bei der Wahl des Zubehörs sein möchte, wird bei seiner Entscheidung sicherlich zu den DSLR-Kameras tendieren.

Dabei ist jedoch der Kostenfaktor nicht zu vernachlässigen. Auch müssen diese Zubehörteile beim fotografischen Einsatz alle transportiert werden, was unter Umständen hinderlich sein kann. Systemkameras eignen sich vor allem für Fotografen, die es leicht und trotzdem flexibel mögen.

Mein Name ist Gunther Dihlmann bin Jahrgang 1966 und Hobbyfotograf aus Leidenschaft. Seit 2013 fotografiere ich ernsthaft erst mit einer Nikon Spiegelreflexkamera seit 2020 mit der Sony Alpha 6000. Auf dieser Webseite gebe ich Tipps über das schönste Hobby der Welt dem fotografieren und dem passenden Foto Zubehör.

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