Analoge Fotos digitalisieren: Mit diesen Methoden und Scans retten Sie Ihre Erinnerungen

Wer noch analoge Fotos mit vielen Erinnerungen aus alten Zeiten besitzt, kann diese digitalisieren und danach bearbeiten.

In diesen Artikel zeige ich dir welche Methoden empfehlenswert sind.

Digitale Bilder lassen sich unbeschadet auch nach Jahren noch präsentieren. Die Fotobox mit Schwarz-Weiß-Fotografien der Großeltern oder andere schon verblichene Erinnerungen gehören auch in die digitale Welt. Nicht, damit sie ihren Charme verlieren, sondern damit sie keinen weiteren Schaden nehmen.

Wie entstehen analoge Fotos?

Durch eine chemische Reaktion entstehen analoge Bilder, die nach einem Fixierbad und Wässerung ihr Motiv zeigen. Schwarz-weiße Negative sind recht stabil, auch Papierbilder überdauern die Zeit. Die Bilder werden nämlich durch metallisches Silber gebildet. Eine Tonung verbessert die Langlebigkeit des Fotos. Allerdings kann das Papier leiden und vergilben, das geschieht meistens durch UV-Einfluss.

Farbbilder sind besonders anfällig

Fotografen sorgen sich am meisten um alte Farbbilder. In den 40er Jahren gab es zwar schon archivfeste Technologie, allerdings sind die Aufnahmen sehr sensibel. Beim Prozess wurden die Farben zu Beginn in die lichtempfindlichen Schichten eingelagert. Oftmals setzten Fotografen auf das chromogene Verfahren, bei denen sich die Farben erst während der Entwicklung ausbildeten. Sie sind noch im Besitz eines Albums aus den 70igern? Dann werden Sie sicher viele rotstichige Bilder vor sich sehen. Das liegt daran, dass sich die blauen und grünen Farbstoffe bereits zersetzt haben. Digitale Technik kann hier aber noch etwas retten.

Alte Bilder scannen und sichern

Um Bilder zu retten, sollten sie eingescannt werden. Negative und Dias können dafür verwendet werden. Hierbei handelt es sich um die erste Generation der Bilder. Das heißt, die meisten Informationen stehen auf diesen Datenträgern. Doch Hand aufs Herz: in der Praxis werden Sie nicht immer die Wahl haben. Oft bleiben nur die Abzüge erhalten.

In diesem Fall sind ein Scanner für Auflichtvorlagen sowie ein Filmscanner für Durchlichtscans geeignet. Es gibt auch sogenannte Flachbettscanner, die beide Funktionen abdecken. Bis zu zwölf Dias oder 24 Negative können auf einen Schlag gescannt werden. Wer das Einscannen lieber extern auslagern möchte, kann Profis beauftragen. Fotos digitalisieren und scannen wird von den Dienstleistern noch manuell abgewickelt. Ob alte Schulbilder, Erinnerungen von der Taufe oder Bilder von einer Jugendreise: Erinnerungen sollten zeitlos gehalten werden. Kennen Sie schon meine 5 schönsten Fotospots auf Reisen? Hier nachlesen.

Eingescannte Bilder nachbearbeiten

Nach dem Scan kann es an die Nachbearbeitung gehen. Das klappt aber nur, wenn die analogen Originale eine ausreichende Restmenge der Farbstoffe aufweisen. Die ursprünglichen Farbwerte lassen sich dann wiederherstellen. Nutzen Sie dazu die Einstellung “Gradationskurven” Ihres Bildbearbeitungsprogramms. Die Gradation wird in drei Farbkanälen jeweils individuell angepasst.

Alte Fotos einfach abfotografieren

Ein simpler Trick ist das Abfotografieren von analogen Bildern. Für hochwertige Ergebnisse muss die verwendete Kamera aber hochauflösende Bilder schießen können.

Tipp zur Lagerung von analogen Fotos

Bevor es an die Digitalisierung geht, freuen sich analoge Fotos, wenn sie richtig aufbewahrt werden. Die Fotos sollten möglichst kühl gelagert werden. So verringert sich der Zersetzungsprozess. Lagern analoge Bilder bei 7 Grad, bleiben die Farben und Motive viele Jahre länger schön, als wenn Fotos bei wärmeren Temperaturen um die 20 Grad in der Wohnung lagern. Minustemperaturen verlängern die Lebensdauer noch einmal enorm. Voraussetzung: Bilder luftdicht lagern.

Schreibe einen Kommentar